Die dynamische Kompensation CLMQ-II kommt vor allem dort zur Anwendung, wo kurze bzw. sich schnell ändernde Lasten die Ursache für Netzrückwirkungen sind. Spannungsschwankungen, sowie Flickererscheinungen sind Folgen, die durch den Betrieb von Verbrauchern mit schnellen Lastwechseln, besonders in Netzbereichen mit geringer Netzkurzschlussleistung entstehen können. CLMQ-II kann aufgrund von Reaktionszeiten im Millisekunden-Bereich Spannungseinbrüche reduzieren und somit den störungsfreien Betrieb von Verbrauchern, wie z. B. Schweißmaschinen, Krananlagen, Pressen, Gummikneter, Gattersägen, Schredder, usw. auch in „schwachen“ Netzen ermöglichen. Die dynamische Kompensation CLMQ-II ermöglicht somit eine wirtschaftliche Netzauslastung.
Die CLMQ-II ist als modulares Schrank-System aufgebaut. Jede Schrankeinheit besitzt eine separate Einspeisung, enthält Kondensatoren, vorgeschaltete Drosselspulen sowie den Thyristorschalter
Dynaswitch mit allen zur Steuerung erforderlichen Funktionseinheiten. Der microprozessorgesteuerte RVT-D-Controller ist nur einmal für die angeschlossenen, mittels Stecksystem verbundenen Schrankeinheiten, erforderlich. Schaltvorgänge erfolgen bei Spannungsgleichheit von Netz- und Kondensatorspannung
und sind somit transientenfrei. Kondensatoren und Drosselspulen werden entsprechend den Leistungen und evtl. Tonfrequenzen ausgelegt. Der modulare Aufbau der Anlage erlaubt eine einfache Erweiterung innerhalb einer Schrankeinheit.
Vorteil
| Leistungsbereich | 90 bis 400 kvar, erweiterbar |
| Nennspannung | 400 V, 525 V, 690 V |
| Verdrosselung | 7 %, 12,5 %, 14 % |
| Schutzart | IP 20 |
Der RVT-D Controller ist die zentrale Steuereinheit der dynamischen Kompensation CLMQ-II. Je nach Blindleistungsbedarf übernimmt er innerhalb von Millisekunden die Ansteuerung der einzelnen
Thyristorstufen. Wahlweise kann er dabei als „open loop“ oder „closed loop“ Controller betrieben werden. Im „closed loop“ Verfahren arbeitet der RVT-D zwar schneller, aber ansonsten vergleichbar mit einem normalen Blindstromregler. Im „open loop“ Betrieb wird dann Vollgas gegeben: nach spätestens 20ms ist jede
Laständerung kompensiert. Die innovative Ansteuerung der einzelnen Stufen erfolgt über einen CAN Bus. Im
Vergleich zu der bisher üblichen Ansteuerung über 2-Drahtleitung liegen die Vorteile auf der Hand: es wird nicht nur ein Schaltbefehl zu der jeweiligen Thyristorstufe gesendet, sondern in Gegenrichtung werden die Statusmeldungen jeder einzelnen Thyristorstufe zum Controller zurück geschickt und stehen als Klartextmeldung im RVT-D zur Verfügung.
Weitere Eigenschaften und Vorteile:
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