Durch den zunehmenden Einsatz moderner Antriebstechnik, aber auch durch elektronische Geräte wie
Fernseher und Beleuchtungseinrichtungen, erreicht die Oberschwingungsbelastung der Netze immer
höhere Störpegel. Werden die Verträglichkeitspegel wesentlich überschritten oder werden unzulässig hohe
Oberschwingungsströme in das Versorgungsnetz rückgespeist, dann sind geeignete Maßnahmen wie z. B.
Oberschwingungsfilter erforderlich. Bereits bei der Planung sollte dies beachtet werden um Störungen zu
vermeiden.
Filterkreisanlagen (Passivfilter) sind im Prinzip mit verdrosselten Kompensationsanlagen vergleichbar. Allerdings wird hier zur Erzielung einer besonders hohen Saugwirkung die Reihenresonanz scharf auf die zu
reduzierende Oberschwingungsfrequenz abgestimmt. So beträgt z. B. der Verdrosselungsfaktor eines
250 Hz-Kreises 4%.
Filterkreise haben eine sehr breitbandige Filterwirkung und saugen so auch höhere Oberschwingungs-frequenzen ganz erheblich mit ab. Reicht die Saugwirkung nicht aus, können eine größere Kompensations-leistung oder Anlagen mit mehreren Filterkreisen, jeweils abgestimmt auf eine der typischen Harmonischen, eingesetzt werden.
Um dem dynamischen Verhalten der elektrischen Verbraucher Rechnung zu tragen, haben wir die Möglichkeit
geschaffen, Filterkreisanlagen mit einer dynamischen Kompensationsleistung zu versehen. So kann durch
Zu- und Abschalten von induktiven oder kapazitiven Stufen die Kompensationsleistung an den Bedarf angepasst werden, ohne dass die Filterwirkung verändert wird oder gar zusätzlich Oberschwingungsströme
erzeugt werden. Das kann vor allem bei Generatoren im Inselbetrieb erforderlich sein.
Filterkreisanlagen werden typischerweise für die 5., 7., 11. und 13. Harmonische ausgelegt. Sie sind flexibel erweiterbar in Leistung und Abstimmfrequenz. Zu beachten ist, dass mehrstufige Filterkreisanlagen
lückenlos für die typischen Oberschwingungsfrequenzen aufgebaut sein müssen, woraus sich auch eine zwingende Schaltfolge beim Zu- und Abschalten ergibt.
Bei starker Netzkopplung werden unsere Filterkreise über geschaltete Ausgleichsleistungen miteinander verbunden, um toleranzbedingte Belastungsunterschiede zu vermeiden.
Vorteil
Beispiel für ein Oberschwingungsspannungsspektrum eines nichtlinearen Verbrauchers mit und ohne Filter
| Nennspannung | 400V, 525V, 690V (weitere auf Anfrage) |
| Schutzarten | IP 20, IP 31, IP 41, IP 54 (weitere auf Anfrage) |
| Sonstiges | Alle weiteren Angaben auf Anfrage! |
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