Müllverbrennungsanlage

Eine Müllverbrennungsanlage nutzt die bei der Verbrennung freiwerdende Energie zur Wasserdampferzeugung, um über eine Turbine Strom zu generieren. Bei unserem Kraftwerkskunden wurden im gesamten Bereich der Energieerzeugung starr am Netz betriebene Motoren gegen neue leistungsstärkere Motoren mit Frequenzumrichtern ersetzt, um Mülltransportkräne (Greifer), Gebläse und viele weitere Abfallreproduktionsaggregate besser zu steuern. Durch diesen massiven Einsatz von Frequenzumrichtern wurde dem Netz ein nicht-sinusförmiger Strom entnommen. Die daraus resultierenden Oberschwingungspegel überschritten deutlich die Verträglichkeitspegel der Normen, wodurch Anlagen ausfallen konnten und automatisch die Gewährleistungsansprüche gegenüber den Lieferanten der Anlagen entfielen. Zusätzlich war, ohne die normkonforme Spannungsqualität, ein störungsfreier Betrieb im Kraftwerk und eine Beweislastumkehr gegenüber dem Maschinenlieferanten nicht möglich.

Um ein normgerechtes Industrienetz der EMV-Umgebungsklasse 3 zu erhalten, musste die Gesamtverzerrung der Spannung (gemessen in THDU) von 15% in den Normbereich von unter 10% gebracht werden (siehe Grafik 1). Zum Einsatz kamen unsere spannungsgeführten Oberschwingungsfilter aus der SOFIA®-Produktreihe. Gegenüber einem handelsüblichen Aktivfilter die wirtschaftlich und technologisch eindeutig bessere Wahl. Durch die sehr geringe Verlustleistung eines SOFIA®-Filters wurde keine leistungsstärkere Klimatechnik in den Schalträumen benötigt. Die einfache Plug-and-Play-Inbetriebnahme nahm keine zeitraubende Softwareoptimierung (entgegen jedem Aktivfilter) in Anspruch. 

Weitere wichtige Vorteile:

  • geringer Platzbedarf 
  • durch die Spannungsführung des Filters werden vorgelagerte Netze mit entlastet
  • sehr geringe Wartungs- und Unterhaltskosten
    (z.B. geringer Einsatz von Lüftern, die regelmäßig getauscht werden müssen)
  • Stromwandler werden nicht benötigt

Um die Verbesserung der Spannungsqualität genau zu dokumentieren, wurde jeweils vor und nach der Inbetriebnahme eine Netzanalyse durchgeführt. Die dazugehörigen Ergebnisse finden Sie nachfolgend. In den Grafiken sind die gemessenen Oberschwingungspegel dargestellt. Die zulässigen Verträglichkeitspegel nach Norm sind mit magentafarbenen Strichen gekennzeichnet. In der zweiten Grafik - ohne SOFIA® - sind die Normverletzungen z.B. der 5ten, 11ten und 13ten Harmonischen eindeutig zu erkennen.

Um die Spannungsqualität im gesamten Werksnetz mindestens auf normatives Niveau anzuheben, wurde von Condensator Dominit ein Konzept aus insgesamt 6 SOFIA®-Anlagen an 4 Transformatorstationen (4 Schaltschränke für die 5te Harmonische + 2 Schaltschränke 7te incl. 11te Harmonische) im gesamten Werksnetz eingebracht. Mit aktiven Filtern wären im Vergleich hierzu 12 Schaltschränke an 8 Transformatorstationen notwendig gewesen!

Auf der dritten Grafik, Netz mit zugeschalteten SOFIA®-Filtern, wurde beispielsweise nun eine Pegelreduzierung von 12% auf 6% bei der 5ten Harmonischen gemessen. Alle erfassten Werte waren und sind deutlich unterhalb der zulässigen Verträglichkeitspegel.

 

Durch den Einsatz unserer SOFIA®-Baureihe konnte die effizienteste Lösung realisiert werden.
Das bei gerade einmal dem halben Platzbedarf und ca. einem Viertel der Verlustleistung im Vergleich zu aktiven Filtern.

Grafik 1
Grafik 2
Grafik 3
 

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aufgrund von Kundenschutz hier keine Firmennamen nennen.
Wir können aber mit Stolz verkünden, dass unser Auftraggeber mit der Umsetzung und dem daraus resultierenden Ergebnis überdurchschnittlich zufrieden ist.